Warum Achtsamkeit uns innere Freiheit schenkt

Innere Freiheit

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Innere Freiheit statt Autopilot

Meist ist es uns überhaupt nicht bewusst, wie oft wir auf eigene innere Freiheit verzichten und nur automatisiert, ganz unbewusst handeln. Viele Reaktionen in Gesprächen, auf Handlungen anderer, im Alltag führen wir im Autopilot-Modus aus. Ohne dass wir uns darüber bewusst sind was wir da gerade tun und ob wir das denn so oder überhaupt tun wollen. Wir legen damit unserem eigenen Reaktionsverhalten Fesseln an, die uns beschränken.

Raus aus dem Autopiloten

„Unsere größte Freiheit liegt zwischen einem Reiz und unserer Reaktion“, so sagte Viktor Frankl. Gelingt es uns, eine Reaktion nicht als Folge eines Automatismus entstehen zu lassen, spricht man von Achtsamkeit.

Genau das Gegenteil ist der Fall, wenn wir gewohnte Dinge wie im Autopilot abspielen. Sind wir jedoch achtsam, können wir bewusst – oft auch der Situation angemessener – reagieren, weil sich die Achtsamkeit wie ein Puffer zwischen den Reiz und die Reaktion legt.

Die Achtsamkeit lässt so einen Raum, eine Pause zwischen dem Reiz von außen und unserer Reaktion darauf entstehen. Darin können wir dann frei entscheiden, wie wir darauf reagieren wollen und reagieren eben nicht unbewusst. Das eröffnet eine enorme innere Freiheit.

Wie oft agierst du aus Mustern heraus, automatisiert, ohne diese zu hinterfragen, ob diese Muster auf diese konkrete Situation oder überhaupt noch in dein Leben passen? Da lohnt ein genauer Blick, sich hinterfragen. Das alleine ist bereits ein Teil von Achtsamkeit, denn es bedingt ein erstes Beobachten seiner selbst, vielleicht sogar schon ein Anhalten seiner gewohnten Reaktion. Dann wird es interessant. Dann können wir diese Freiheitsräume, die entstehen, bemerken und mit bewussten Handlungen füllen.

Achtsamkeit

Das Konzept der Achtsamkeit entstammt der Meditationspraxis und hat seine Ursprünge im Buddhismus. Nichtsdestotrotz ist sie, losgelöst von Spiritualität und Religion, für jeden von uns zugänglich.

Es handelt sich bei Achtsamkeit um eine ganz bestimmte Art von Aufmerksamkeit – nach Jon Kabat-Zinn, einer Koryphäe auf dem Gebiet der Achtsamkeitspraxis, um eine absichtsvolle, nicht wertende und auf den Moment gerichtete Aufmerksamkeit. Bedeutend ist also die Wiederbesinnung auf den Augenblick, sobald die Gedanken abschweifen, sowie jene Gedanken, die auftreten, weder als gut noch als schlecht zu beurteilen, sondern einfach nur wahrzunehmen.

Innere Freiheit durch Achtsamkeit erreichen

Achtsamkeit kann auf zwei Arten praktiziert und „trainiert“ werden: entweder bei allen nur möglichen Tätigkeiten, die uns im Alltag begegnen. Beim Zähneputzen, beim Autofahren, beim Essen. Es geht dann darum, uns immer wieder auf den gegenwärtigen Moment und die gegenwärtige Tätigkeit (Zähneputzen, Essen, …) zu besinnen und diese bewusst auszuführen, ohne Gedanken an anderes.

Oder durch Meditation. Jeder, der bis zu diesem Zeitpunkt Achtsamkeitsmeditation mit Passivität in Verbindung brachte, sollte spätestens an dieser Stelle vom Gegenteil überzeugt sein: Es erfordert Anstrengung, um seine Aufmerksamkeit halten zu können und sich nicht ablenken zu lassen, um immer wieder aus den Gedanken zurück in den jetzigen Augenblick zu kommen.

Das Besondere an Achtsamkeit: jeder hat sie. Es erfordert nur ein bisschen Übung, sie zu trainieren. Besser gesagt, zu entdecken, wo wir im Leben ohne Bewusstsein, ohne aktive Entscheidung für oder gegen ein Handeln oder Verhalten unterwegs sind und ob wir das so wollen.

Haben wir uns in Achtsamkeit geübt, spiegelt sie sich in unserer Wahrnehmung und in unserem Umgang sowohl mit uns selbst als auch mit unseren Mitmenschen wider. Wir können Situationen ohne Vorbehalte begegnen und spielen nicht unsere gewohnten Reaktionsmuster ab, entdecken neue Möglichkeiten und können Leben und Verhalten aktiv ausrichten, wachsen.

Oder auch: Wir nutzen die innere Freiheit, die sich uns zwischen Reiz und Reaktion bietet.

Quelle: 7minds.de und eigenen Ergänzungen

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1 Antwort zu Warum Achtsamkeit uns innere Freiheit schenkt

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