Resilienz aufbauen, Widerstandskraft stärken

Resilienz

Resilienz aufbauen, Widerstandskraft stärken

Resilienz ist ein Begriff, der ursprünglich aus der Werkstoffkunde kommt. Es beschreit die Eigenschaft nach einer Belastung wieder in die ursprüngliche Form zurück zu kommen. Auch im übertragenen Sinn bedeutet Resilienz genau das. Mit Belastungen oder Einwirkungen des Lebens so umzugehen, dass man keinen Schaden nimmt – also nicht in der Verformung verbleibt.

„Resilienz ist das Entdecken von Anpassungsmöglichkeiten an das, was das Leben auf dich wirft. Und versetzt dich in die Lage, besser damit umzugehen.“

Mit Widrigkeiten umgehen

Resilienz ist der Vorgang mit Widrigkeiten effektiv umzugehen und sich davon auch wieder zu erholen. Dabei ist Resilienz kein Persönlichkeitsmerkmal, das uns in die Wiege gelegt wurde und sie umfasst auf eine bestimmte Art und Weise, die Aufmerksamkeit auf etwas zu legen, darüber nachzudenken und sich entsprechend zu verhalten, die jeder lernen kann.

Richard Davidson, ein weltweit anerkannter Neurowissenschaftler, hat Belege dafür gefunden, dass Achtsamkeit Resilienz verbessert. Und umso mehr man Achtsamkeitsmeditation praktiziert, desto resilienter wird unser Geist.

Achtsamkeit hilft

Der Cocktail an Gefühlen, die emotionale Suppe, die einem belastenden oder einem stressigen Ereignis nachfolgt, kann negative Geschichten über dich selbst oder über andere auslösen. Und meist ist das nicht hilfreich. Wenn du zum Beispiel einen Streit mit deinem Partner hast, bevor du dann zur Arbeit gehst. Dann kann es passieren, dass dich das den ganzen Tag beschäftigt und du wieder und wieder diese Situation gedanklich wiederholst.

Das kann schlechte Laune oder sogar Angst fördern, weit mehr als es angebracht ist. Achtsamkeit reduziert dieses Grübeln und Wiederkäuen. Regelmäßig praktiziert stärkt es dich (dein Gehirn), so dass du widerstandsfähiger – resilienter – in künftigen, belastenden oder stressigen Situation bist.

Und wer kennt diese Belastungen nicht, die manchmal so unglaublich groß sind … oder groß erscheinen? Viele Aufgaben, viel Arbeit im Beruf oder in der Familie. Nicht genügend Zeit oder Kraft, um dies alles zu bewerkstelligen. Und dann auch noch „schwieriges“ Verhalten von Kollegen oder dem Partner. Das alles bringt uns unter Druck.

Achtsamkeit – oder damit verbundene „Strategien“ wie die Meditation – können dabei helfen mit diesen Herausforderungen umzugehen

Einige Schlüsselaspekte von Resilienz

Gute, positive Beziehungen sind der mächtigste Faktor für mehr Resilienz. Selbstwirksamkeit, also die Fähigkeit sich Gedanken über Herausforderungen zu machen, Pläne zu entwickeln und diese dann auch in die Tat umzusetzen, ist ebenso eine wichtige Kompetenz. Und letztendlich braucht es die Fähigkeit auch mit schwierigen Emotionen gut klar zu kommen. Dabei spielt Achtsamkeit wieder eine große und hilfreiche Rolle.

Fünf Wege Resilienz aufzubauen

  1. Beziehungen pflegen. Positive, unterstützenden Beziehungen innerhalb oder außerhalb der Familie. Wenn du das Gefühl hast nicht ausreichend in solchen Beziehungen zu sein, dann unternimm etwas, das zu ändern. Gehe in einen Verein, eine lokale Gruppe, eine Freiwilligenorganisation oder belege einen Kurs.
  2. Finde eine Bedeutung in Schwierigkeiten. Wenn du mit Widrigkeiten konfrontiert bist, dann schaue, wie du in ähnlichen Situationen früher eine Lösung finden konntest. Viele Menschen machen die Erfahrung von vertieften Beziehungen, größerer Bewusstheit oder einer anderen Wertschätzung dem Leben gegenüber, wenn sie mit großen Schwierigkeiten konfrontiert waren.
  3. Sei optimistisch. Nutze Achtsamkeit, um deine Aufmerksamkeit vom Grübeln über negative Gedanken hin zu positiven auf die Zukunft gerichteten Gedanken zu lenken. Optimismus und Hoffnung sind eine Wahl, kein Schicksal. Vermeide es, Krisen als unüberwindbar zu sehen. Du kannst zukünftige, stressige, belastende, fordernden Ereignisse nicht vermeiden. Aber du kannst den Umgang, deine Antwort darauf, verändern. Schon die kleinsten Veränderungen darin zählen. Meditation kann dabei eine Hilfe sein.
  4. Sei entschlossen. Treffe Entscheidungen und setze sie um, anstatt darauf zu hoffen, dass die Dinge eines Tages von selbst besser werden. Wenn du denkst, du bist darin nicht gut. Dann setze dich damit auseinander. Frage Freunde, wie sie damit umgehen oder frage sie um Rat. Und traue dich Entscheidungen zu treffen. So verbesserst du deine Entscheidungskompetenz Stück für Stück. Eine Entscheidung nicht zu treffen, ist selbst schon eine Entscheidung.
  5. Akzeptiere, dass Veränderung Teil des Lebens ist. Erwarte, dass sich die Dinge ändern, verändern und Widrigkeiten auftreten werden, anstatt so zu tun, als ob alles immer gut sein wird. Veränderung ist Teil des Lebens. Dein Ziel sollte sein, effektiv zurechtzukommen, anstatt Niederlagen, Verluste oder Schmerzen zu vermeiden.

Flexibilität in Veränderungen

Wenn es um Resilienz geht, ist Flexibilität das A und O. So wie ein starres Werkstück bei Belastung bricht – um das Beispiel aus der Werkstoffkunden nochmals aufzugreifen – so kann ein flexibles, elastisches Werkstück in seine ursprüngliche Form zurückspringen.

Das Entdecken von Möglichkeiten, sich an die Veränderungen anzupassen, die das Leben auf dich wirft, versetzt dich besser in der Lage, damit umzugehen.

Schaue dir die 5 Punkte oben, die dich resilienter machen können, nochmals an. Was kannst du ganz einfach tun, um deine Resilienz zu steigern? – Das kann so einfach sein, wie das Telefon zu nehmen und jeden Tag jemanden anzurufen … oder auch montags zum Zen zu gehen 🙂

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