Die Leichtigkeit oder die Schwere des Lebens?

Leichtigkeit

Leichtigkeit

Leichtigkeit im Leben

In vielen Situationen sagen wir, dass uns etwas schwer fällt, uns schwer ums Herz wird oder etwas schwierig auszuhalten ist. In solchen Momenten sehnen wir uns dann nach Leichtigkeit. Was meinen wir damit? Ist etwas schwer oder schwierig, wenn es Gewicht hat? Wenn wir dieser Spur folgen und beim Gewicht bleiben, genauer gesagt beim Gewicht dessen, was sich gerade ereignet, also wenn wir seine Schwere drückend zu spüren bekommen – ist dieses Erleben von Schwere und damit vom Gewicht immer schon negativ, so dass sein Gegenteil, die Leichtigkeit sofort als positiv und wünschenswert in Erscheinung treten muss?

Wenn etwas schwer ist, also Gewicht hat, dann lässt es sich nicht so leicht verstellen oder verschieben. Es zwingt uns am Boden zu bleiben und das vielleicht viel länger, als es unserer Gewohnheit und unseren zahlreichen Vorstellungen lieb wäre. Wenn etwas schwer ist und Gewicht hat, dann müssen wir uns auf dieses Ereignis einstellen. Wenn nicht, dann werden wir durch sein Gewicht dazu gezwungen. Spätestens im zweiten Fall wünschen wir uns etwas Leichteres. Denn das bedeutet häufig, dass wir uns etwas wünschen, das unsere Art und Weise, wie wir das Leben leben wollen, nicht stört. Und selbst wenn, dann wäre es eben leicht zu ändern oder ganz zu beheben. Alles das aber, was Gewicht hat, lässt sich eben weder leicht beheben noch verändern. Es ist. Und weil es ist, zwingt es uns ebenfalls zu sein.

Gibt es dann so etwas wie die Leichtigkeit des Lebens nicht?

Doch, es gibt sie. Sie hat aber damit zu tun, wie schnell und selbstverständlich wir bereit sind, uns auf die verschiedenen Gewichte, Anforderungen und Schwierigkeiten des Lebens einzustellen. Leicht ist das Leben eher dann, wenn wir von vornherein bereit sind, mit dem was ist, umzugehen anstatt es unseren Erwartungen und Vorstellungen anpassen zu wollen. Die Dinge sind immer so wie sie sind. Die Waage, auf welche sie gelegt werden, besteht einzig und allein aus unseren Wünschen und Vorstellungen. Wir erwägen und durchdenken eben die Dinge zu häufig anstatt sie durch-zu-leben. Und so kann es passieren, dass wir das Erwägen und Beurteilen mit dem Leben und Erleben verwechseln.

Quelle: Alexander Poraj

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