Meditationspraxis vertiefen – Zen erfahren

Meditationspraxis vertiefen
Meditationspraxis vertiefen – Zen erfahren

Meditationspraxis vertiefen, Zen im Alltag erfahren und als eigene Haltung entwickeln, das ist der nächste Schritt nach dem ersten Kennenlernen der Meditation. Dabei gibt es leichte und schwierige Wege …. und eine „Abkürzung“.

Der Einstieg

Die Wege, die Menschen zur Meditation führen sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Da sind die Neugierigen, die von anderen von Meditation und deren Erfahrungen damit gehört haben. Oder die Wissbegierigen, die schon einiges über Meditation, Achtsamkeit oder Zen – Buchhandlungen und Kioske sind voll davon – gelesen haben und jetzt nach einer eigenen Erfahrung damit suchen.

Die Sehnsüchtigen oder Suchenden mit dem Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung, nach eigenem Wachstum. Und die große Gruppe derer, die in einer Krise körperlich oder mental an eine Grenze gekommen sind und nach einem (Aus-)Weg suchen.

Alle sind gleich willkommen. Erst-Teilnehmer, gleich ob komplette Anfänger oder schon mit Vorerfahrungen, können eine Einführung in die Meditation, speziell in die Zen Meditation bei uns bekommen. Sie kommen gleich danach in die erste eigene Erfahrung und können sich in der Meditation ausprobieren.

Irritation, Ankommen, Vorstellungen über Bord werfen

Nach den ersten Meditationsrunden in der Gruppe „passiert“ dann auch schon etwas. Was? – Das ist wiederum ganz unterschiedlich. Bei manchen stellt sich bereits ein Zustand von größerer Ruhe ein. Sie machen eine Erfahrung von Anhalten, Innehalten, Runterfahren, Stille im Kopf, vielleicht auch von Entspannung. Andere empfinden Freude und eine Art angekommen Sein.

Wieder andere kämpfen mit der noch ungewohnten Haltung. Oder kommen in eine Wahrnehmung ihres Körpers oder ihrer Emotionen, die sie in der Hektik des Alltages so überhaupt nicht wahrnehmen. Sie bemerken die Unruhe, Müdigkeit, Anspannung oder die emotionale Gestimmtheit, die sie begleitet.

Und es können auch Irritationen entstehen: „Mediation ist ja überhaupt nicht so, wie ich mir das gedacht habe.“„Ich muss ja selbst etwas ‚tun‘ und kann nicht einfach konsumieren.“„Ich bemerke, wie es mir gerade geht in meinem Leben. Will ich das bemerken?“

Solche Irritationen sind nicht selten. Meditations-Anfänger werden auf sich selbst geworfen, sind mit sich selbst konfrontiert. Mit Wellness hat dies nichts zu tun.

Alle diese Erfahrungen können aber (vertraulich) mit einem erfahrenen Begleiter besprochen werden.

Die Empfehlung dabei ist, die Meditation zuerst an 2 oder 3 Terminen zu wiederholen, bis man für sich eine Beurteilung entwickelt, wie Meditation auf einen selbst wirkt. Wer gleich nach dem ersten Abend ein Urteil fällt und dann sogar aufgibt oder weiteren Erfahrungen ausweicht, der wird dies tun ohne ein realistisches „Bild“ von Meditation.

Meditationspraxis vertiefen – der schwierige Weg

Viele kommen dann mehr oder weniger regelmäßig montags zur Gruppe und der gemeinsamen Meditation. So entwickelt sich Schritt für Schritt eine eigene Praxis. Manche empfinden diese Zeit einmal in der Woche als eine Art Oase, in der es nur um sie selbst geht, wo sie Ruhe oder Stille finden.

Allen, die auf diese Weise an der Meditation dran bleiben (können), gebührt großer Respekt. Es ist der schwierigere Weg. Oft entstehen dann auch Phasen, wo die wöchentliche Teilnahme abreißt. Ein Neueinstieg muss dann wieder mit neuer Motivation gefunden werden, ist aber natürlich jederzeit wieder möglich.

Meditationspraxis vertiefen – der leichtere Weg

Es gibt auch einen leichteren Weg, für die, welche ihre Meditationspraxis vertiefen wollen. Es ist der Weg, eine tägliche Praxis zu entwickeln und Meditation in den Alltag als Gewohnheit einzubauen. So wie das Zähneputzen. Oder denkst Du jeden Tag neu darüber nach, ob Du Deine Zähne putzen sollst? Nein. Das tust Du nicht und Zähneputzen ist eine tägliche Gewohnheit, Teil Deines Lebens.

So kann es auch mit der Meditation sein. Dann wandelt sich diese wöchentlich einmalige Oase langsam in eine ständige Ressource um. Es verändert Dich. Am Anfang wirst Du diese Veränderungen selbst deutlich bemerken. Sei es eine deutlichere Wahrnehmung, mehr Gelassenheit, weniger Reaktivität auf Situationen oder Verhalten von anderen. Im Zeitverlauf werden Dir auch Menschen mit denen Du oft zusammen bist, Veränderungen widerspiegeln.

Meditation als tägliche Praxis ist der Weg, der diese Veränderungen ermöglicht und hervor bringt. So wie das Zähneputzen für die Mundhygiene ist die Meditation eine Hygiene für den Geist.

Natürlich ist eine tägliche Praxis einzuüben am Anfang schwierig und es erfordert Disziplin. So wie jede neue Gewohnheit. Aber schon nach einiger Zeit wird es ein fester Bestandteil des Alltags. Und man bemerkt es, wenn man es einmal vergessen hat. Dann stellt sich eine kleine Sehnsucht danach ein. Spätestens dann gehört Meditation zu Deinem Leben.

Für Menschen, Anfänger, die Unterstützung bei der Entwicklung einer eigenen Praxis suchen, denen vielleicht auch Zen zu streng erscheint, oder die neben der reinen Meditation im Sitzen auch noch andere Formen kennenlernen wollen, für die ist ein Achtsamkeits-Training in der Form des MBSR eine Alternative.

MBSR Kurs Landau

Info und Anmeldung: www.mbsr-suedpfalz.de

Viele kommen über den MBSR Kurs dann zur Zen Mediation in der Gruppe oder haben in dem Kurs ihre eigen Übung der Achtsamkeit entwickelt.

Zen erfahren – Die Vertiefung

Noch eine andere Qualität in der Meditation, eine deutliche Vertiefung, erreicht man, wenn man sich auf ein Meditations-Retreat – im Zen ein Sesshin genannt – einlässt. Ein Sesshin kann ein verlängertes Wochenende oder in seiner klassischen Form 7 Tage andauern.

Die Zeit wird mit viel Meditation vom frühen Morgen über den Tag verteilt bis in den Abend hinein gefüllt. Es gibt aber auch ausreichend Pausen und Zeit für Bewegung oder Spaziergänge.

Diese Meditations-Intensität bringt nochmal ganz andere Erfahrungen hervor. Mehrere Tage überwiegend in Meditation öffnet den Raum für eigene Erfahrungen, die sich ansonsten nicht einstellen. Man kommt sich selbst sehr nahe … und kann viel Neues entdecken.

Auf die eigene (tägliche) Meditationspraxis wirkt ein solches Sesshin wie ein Turbo.

Allen, die sich in der Meditation und im Zen weiterentwickeln wollen, sei ein Sesshin ausdrücklich empfohlen. Und das kann auch jeder schaffen, so ungewöhnlich und anstrengend es sich auch anhören mag. Es gibt auch Menschen, die finden – ganz ohne vorherige Praxis – über ein 7-Tages Sesshin zur Meditation und zum Zen.

Auf jeden Fall wird ein Sesshin mit all´ den Erfahrungen in Erinnerung bleiben. Versprochen!

Lust, dies auszuprobieren?

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