Effekte von Meditation – Missverständnisse

Effekte von Meditation

Effekte von Meditation – Missverständnisse

Effekte von Meditation. Meditation hat viele Effekte, die sich nach und nach einstellen. Viele Menschen erleben ein neuartiges Lebensgefühl. Ein Gefühl von Freiheit und Ruhe. Sie genieße dieses Gefühl der Klarheit und Gelassenheit. Das kann dazu führen, dass man Meditation versucht verstandesmäßig einzusetzen, zu instrumentalisieren.

„Dir geht es nicht gut? Du fühlst Dich schlecht? –
Dann setze Dich hin und meditiere eine Runde.“

Meditation soll also etwas beseitigen (das sich nicht gut fühlen) oder einen Zustand herstellen (z.B. Ruhe, Gelassenheit). Das ist aber ein falsches Verständnis von Meditation.

Meditation ist kein Werkzeug, um etwas zu erreichen. In der Meditation nehmen wir wahr, was gerade ist. Wahrnehmen im Moment. Kein Ziel, keine Absicht. Und so entsteht ein Raum, in dem vieles passieren kann, auch zum Beispiel Ruhe und Gelassenheit. In diesem Fall sind dann Ruhe und Gelassenheit ein „Abfallprodukt“ der Meditation, entstanden aus der Wahrnehmung des Moments.

Das heißt bei der Meditation geht es darum offen und präsent zu sein für alles, was da ist. Diesen Raum entstehen lassen. Und alles was sich zeigt das sein lassen, was es ist. Es immer wieder loslassen, nicht festhalten. Dabei entsteht Ruhe und Gelassenheit. Es ist aber nicht das Ziel.

Es ist wie bei den Pflanzen. Sie wachsen mit Hilfe des Sonnenlichtes. Dabei entsteht Sauerstoff. Das Sonnenlicht lässt die Pflanzen wachsen. Ziel ist es aber nicht, Sauerstoff zu produzieren.

Es gibt weitere Anzeichen, an denen man erkennen kann, dass man Meditation missversteht:

Überheblichkeit

Erste Erfahrungen mit der eigenen Meditation und mit der sich entwickelnden Achtsamkeit für Dinge des Alltags können zu einem Gefühl der Überheblichkeit führen. „Ich meditiere und bin ja so achtsam“ und die Menschen um mich herum hetzen nur durchs Leben und bekommen nichts mit. Dabei entwickelt Meditation eher ein Gefühl der Verbundenheit mit allem, auch mit anderen Menschen. „Wir sitzen alle in einem Boot“ wäre eher ein Erkenntnis aus der Meditation als „ich bin ein besserer Mensch als alle anderen“.

Andere verändern wollen

Du erwartest von anderen, dass sie Deine achtsame Haltung teilen. Du erwartest, dass andere Menschen so werden wie Du? Das ist ein komplettes Missverständnis. Nur weil es für Dich gut ist, heißt das nicht, dass Du Deine Umgebung missionieren musst. Auch das ist ein falsches Verständnis der Effekte von Meditation. Er entspringt der Idee: “Wenn die anderen nur so wären, wie ich sie mir wünsche, dann wäre mein Leben viel angenehmer.” Das ist zwar ein verführerischer Gedanke, entspricht aber nicht der Realität und führt nur zu Ärger und Wut… Warum bloß?!

Entspannung

Meditation ist nicht Wellness. Effekte von Meditation sind so viel mehr als Entspannung. Dennoch assoziieren sehr viele Menschen Meditation mit einer Entspannungsübung. Es gilt hier der gleiche Zusammenhang, wie bereits weiter oben dargestellt. Wenn man im Moment ist, und die Dinge (zum Beispiel Gefühle), die sich zeigen, als die stehen lassen kann, die sie sind: zum Beispiel eben nur Gefühle. Wenn man sich mit der Angst oder Traurigkeit, die aufkommt, nicht mehr identifizieren muss. Die Gefühle also so sein lassen kann. Dann nimmt das viel von der Spannung im Körper. Es entsteht Entspannung. Als Effekt der Meditation ist die Fähigkeit entstanden, besser mit seinen Emotionen umzugehen. Im Nebeneffekt entspannt man sich.

Härte im Umgang mit sich selbst

Du glaubst, wenn Du Dich jeden Tag ganz hart für mindestens 25 Minuten hinsetzt, wirst Du Dich im Meditieren weiter entwickeln. Auch das kann ein Missverständnis sein. Meditation hat auch viel mit Liebe und Fürsorge zu sich selbst zu tun. Richtig ist, dass Meditation tägliche Praxis erfordert. Aber dafür musst Du nicht Dich und Deinen Körper geißeln. Deshalb verlieren eben viele die Motivation sich hinzusetzen. Nutze kleine Momente und meditiere soviel wie es Dir gerade möglich ist. Erlaube Dir die Meditation anstatt sie Dir zu befehlen. Oder gehe auf ein Retreat und sammle dort Deine Energie!

Es gilt also, sich immer wieder zu überprüfen, wie man seine Meditation versteht und sich dabei nicht selbst den Weg verstellt. Auch das kann man in seine eigene Meditation mit hinein nehmen.

Welche Missverständnisse sind Dir bei der Meditation begegnet? Bist Du auch schon mal (Wie ich) auf deinen Verstand hereingefallen?

Zurück zur Übersicht

Dieser Beitrag wurde unter Meditation abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.