Zen-Geschichte: Einsicht am Brunnen – Stille und Meditation

Einsicht - unruhiges Wasser

Einsicht – unruhiges Wasser

Einsicht am Brunnen Stille und Meditation

Im ZEN gibt es viele Anekdoten und kurze Geschichten, die eine Weisheit, Erkenntnis, Erfahrung oder Einsicht verpacken. So auch diese über den Nutzen von Stille und Meditation: 

Eines Tages kamen zu einem einsamen Mönch einige Menschen. Sie fragten ihn:
„Was für einen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille und Meditation?“

Der Mönch war mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt. Er sprach zu seinen Besuchern:
„Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?“

Die Leute blickten in den tiefen Brunnen:
„Wir sehen nichts!“

Nach einer kurzen Weile forderte der Mönch die Leute erneut auf:
„Schaut in den Brunnen! Was seht ihr jetzt?“

Die Leute blickten wieder hinunter:
„Ja, jetzt sehen wir uns selber!“

Der Mönch sprach:
„Nun, als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation: Man sieht sich selbst! Und nun wartet noch eine Weile.“

Nach einer Weile sagte der Mönch erneut:
„Schaut jetzt in den Brunnen. Was seht ihr?“

Die Menschen schauten hinunter:
„Nun sehen wir sogar die Steine auf dem Grund des Brunnens.“

Da erklärte der Mönch:
„Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation. Wenn man lange genug wartet, sieht man den Grund aller Dinge.“

Zurück zur Übersicht

Dieser Beitrag wurde unter Aus den Medien abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.