Achtsamkeit und Meditation – Thich Nhat Hanh

Achtsamkeit und Meditation - Thich Nhat Hanh

Achtsamkeit und Meditation – Thich Nhat Hanh

Achtsamkeit und Meditation – Thich Nhat Hanh

Thich Nhat Hanh ist einer der bekanntesten und auch einer der einflussreichsten Lebenden, der Achtsamkeit und dessen heutige Bedeutung für Menschen und die Welt immer wieder betont und auf konkrete Situationen bezieht:

Meditation soll uns nicht dazu verhelfen, Problemen aus dem Weg zu gehen oder vor Schwierigkeiten davonzulaufen. Sie soll uns dabei helfen, dass auf gute Weise Heilung geschehen kann. Zu meditieren bedeutet, dass man lernt innezuhalten ― dass wir innehalten und somit aufhören, uns von unserem Bedauern über Vergangenes, von unserem derzeitigen Zorn oder der Verzweiflung oder von unseren Sorgen um die Zukunft davontragen zu lassen.

Wir haben eine Wahl

Indem wir uns in der Kunst des Innehaltens üben, können wir in den gegenwärtigen Moment eintreten und uns von der Schönheit und dem Wunder des Lebens in uns und um uns nähren lassen: vom Duft der Blumen, der Wärme der Sonnenstrahlen, der Farbe des Himmels. Wenn wir uns in der Achtsamkeit üben, beginnen wir zu erkennen, dass wir die Wahl haben ― entweder innezuhalten und zu ruhen oder wegzulaufen; wütend zu sein oder aber froh. Wenn wir uns einmal dazu entschlossen haben innezuhalten, wird sich alles fügen.

Achtsam atmen und der Verstand beruhigt sich

Wir wollen zunächst damit beginnen, dass wir auf achtsame Art zu atmen lernen; denn auf diese Weise lernen wir auch am besten, wie wir ausruhen und innehalten können. Wenn wir atmen und währenddessen wissen, dass wir atmen, beginnt der unruhige Verstand sich auf unserem Atemkissen auszuruhen. Ein Gefühl der Ruhe und des Friedens stellt sich ganz natürlich ein.

Präsent, kraftvoll und lebendig

Die grundlegende Praxis der bewussten Atem-Meditation soll bewirken, dass deine Achtsamkeit genährt wird und du folglich lernst, sie präsent, kraftvoll und lebendig aufrechtzuerhalten. Wenn du lernst, wie du die Energie der Achtsamkeit hervorbringst und ihr gestattest, all dein Tun zu durchdringen, werden auf ganz natürliche Weise Verstehen, Mitgefühl und eine liebevolle Freundlichkeit in dir erblühen.

Die Energie der Achtsamkeit und die Intensität des Moments

Am Anfang mag es dir vielleicht so vorkommen, als ob du dich nur während des Meditierens in Achtsamkeit übst. Doch eines Morgens dann bereitest du dir vielleicht eine Tasse Tee zu. Du führst die Tasse an den Mund, und plötzlich nimmst du wahr, dass du den Tee niemals zuvor so intensiv gerochen hast. Und während du den ersten Schluck nimmst, wird der Tee noch köstlicher, denn die Energie der Achtsamkeit, die du entwickelt hast, lässt dich den Geschmack des Tees umso intensiver und unmittelbarer erleben.

Thich Nhat Hanh

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